Amazon Echo 2

Amazons Echo-Lautsprecher brauchte eine Frischzellenkur. Hier ist sie: Der Amazon Echo 2 ist kleiner, schicker und günstiger! Was die neue Generation taugt, klärt der Test.

Keine Frage: Amazons Echo-Geräte sind echte Verkaufsschlager – und mit dafür verantwortlich, dass sich die Sprachsteuerung (bei Amazon heißt sie „Alexa“) auch in unseren Haushalten mehr und mehr etabliert. Allerdings schläft die Konkurrenz nicht. Erzrivale Google brachte vor Kurzem seine Echo-Alternative Google Home mit der eigenen Google-Assistant-Sprachsteuerung in Deutschland auf den Markt. Microsoft arbeitet an Cortana-kompatiblen Boxen. Und Apple, nicht zu vergessen, hat für das Jahresende seinen smarten Siri-Lautsprecher HomePod angekündigt – und rückte bei der Präsentation des Gerätes dessen Klangqualität in den Fokus.

Amazon Echo 2: Neuer Look, Sound mäßig

Jetzt heißt es für Amazon also dringend nachlegen, um die Vorreiterrolle zu bewahren. Mit seinem neuen, kompakten Design passt der Echo 2 besser als bisher in die Wohnlandschaft. Sechs unterschiedliche Gehäusefarben und Austauschhüllen sind verfügbar; die drei edlen Holz- und Silberoptik-Varianten kosten 10 Euro mehr, also 110 Euro. Nicht nur das Design ist neu: Echo 2 verfügt darüber hinaus über eine neue Lautsprecherarchitektur mit eigenem Hochtöner, 2,5 Zoll Basslautsprecher sowie Dolby-Processing. Besser ist der Sound deshalb aber nicht: Nach wie vor kämpft das Gerät bauartbedingt mit akutem Bassmangel. Bei hoher Lautstärke ist ein Knistern zu hören. Der Echo 2 verwendet außerdem Amazons Fernfeldtechnologie der zweiten Generation, die sich angeblich durch eine genauere Erkennung des Aktivierungsworts, optimierte Richtstrahltechnologie und verbesserte Geräuschunterdrückung auszeichnet. Die Fernfeldtechnologie von Echo erkennt den aktivierenden Begriff selbst in sehr lauten Ecken durch den Raum hinweg. Möglich machen es die sieben Mikros an Bord, die konstant in alle Richtungen lauschen und die genaue Position des Sprechers orten.

 

Amazon Echo 2: Die Skills bleiben im Fokus

Amazon arbeitet konstant an der Alexa-Plattform und fügt immer mehr Funktionen hinzu. In den letzten Monaten kam ein Voice-over-IP-Sprachdienst dazu, dessen Zentrum die Alexa-App und die Geräte selbst sind. Wer einen Alexa-Anruf erhält, bei dem klingeln alle Echos und Telefone mit installierter App. Darum gibt es erstmals eine Nicht-stören-Funktion, mit der Sie Anrufe zu bestimmten Uhrzeiten blockieren, aber weiterhin Anfragen stellen. Die neue Multiroom-Funktion verknüpft auf Wunsch alle Echos, Echo 2 und Echo Plus zu Gruppen, welche die Musik dann simultan abspielen. Das kennt man bereits von Sonos-Lautsprechern. TuneIn Radio, Spotify und Amazon Music sind bei Echo 2 an Bord. Nur mit letzterem Dienst klappt das Multiroom-System bis dato – sehr schade! Der Fokus bleibt aber auf den Skills: Mittlerweile gibt es zehntausende, mit denen Sie Smarthome-Geräte steuern oder Dienste wie MyTaxi, die Deutsche Bahn und Lieferando nutzen.

Amazon Echo 2: Verfügbarkeit, Preis

Echo 2 ist ab sofort vorbestellbar; die Auslieferung beginnt ab dem 16. November. Preis: 99,99 Euro. Für 50 Euro mehr gibt es mit dem Echo Plus eine erweiterte Variante mit spezieller Smarthome-Steuerung, die COMPUTER BILD ebenfalls bereits ausprobiert.

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